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Neu an der TUM: Prof. Sophie Armanini

Seit 15. Oktober 2020 ist Sophie Armanini neu auf dem Campus in Ottobrunn/Taufkirchen. Als Professorin für eAviation wird sie sich der Erforschung neuartiger elektrischer und hybrider Flugsysteme widmen.

Professorin für eAviation: Sophie Armanini. (Bild: privat)


Flugzeuge verbinden Menschen und Märkte weltweit und sind damit ein grundlegender Bestandteil unserer Gesellschaft. Rasche Fortschritte in der Automatisierung ermöglichen völlig neue Anwendungen wie den Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge in der industriellen Wartung. Doch die Auswirkungen des Flugverkehrs auf die Umwelt und nicht zuletzt die aktuelle Corona-Krise verlangen auch nach neuen Ansätzen in der luftgebundenen Mobilität. Die elektrische und hybride Luftfahrtforschung ist einer dieser innovativen Ansätze.

Der Einsatz eines Elektroantriebs stellt andere Anforderungen an das Flugsystem als es konventionelle Antriebe tun. Das bietet Raum für unkonventionelle Konstruktionen, die ganz anders aussehen und aufgebaut sein können als traditionelle Flugzeuge. Sophie Armaninis Forschung wird sich auf diese unkonventionellen Lösungen für bemannte und unbemannte Flugzeuge und Transportbedarfe konzentrieren. Sie wird das Potenzial neuer Flugmechanik-, Steuerungs- und Antriebslösungen bewerten und sich insbesondere auch mit nachhaltigen Fluglösungen, allen voran dem elektrischen und hybriden Fliegen, befassen. 

Die junge Wissenschaftlerin wurde von der TUM zum 15. Oktober 2020 auf die Professur für "eAviation" berufen und hat ihren Standort auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn/Taufkirchen. Sie ist bereits die vierte von insgesamt 30 neuen Professorinnen und Professoren, die die Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie verstärken und so zur größten ihrer Art in Europa machen sollen.

Sophie Armanini (*1990) studierte an der Technischen Universität München (TUM) und promovierte im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Delft. Sie war unter anderem Gastforscherin an der Cornell University in den USA und der Cranfield University in Großbritannien. Zuletzt war sie Research Associate am Imperial College London, wo sie sich thematisch im Bereich der multimodalen, unbemannten Luftfahrtdynamik und -steuerung bewegte.

"Ich freue mich darauf, Teil des Teams am jüngsten Campus der TUM in Ottobrunn/Taufkirchen zu sein", sagt Sophie Armanini, die ihrerseits die jüngste Professorin der neuen Fakultät ist. "Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen möchte ich zu einer nachhaltigeren Luftfahrtlandschaft beitragen."

Die Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie (LRG) wurde 2018 als 15. Fakultät der Technischen Universität München gegründet. Von neuen Transportsystemen über Kommunikations- und Satellitentechnik bis zur Beobachtung und Vermessung des Planeten: Im Zusammenspiel mit den geodätischen Disziplinen wird die Luft- und Raumfahrt zu einer "Mission Erde". Mit ihren derzeit 22 Professuren und Lehrstühlen gehört die Fakultät schon jetzt international zum Spitzenfeld: Das Shanghai Subject Ranking sieht sie in der Geodäsie/Fernerkundung weltweit auf Platz 8, in der Luft- und Raumfahrt auf Platz 16 – die LRG ist damit deutschlandweit unangefochten führend. Durch gezielte fachliche Verstärkungen sowie ausgedehnte Investitionen an ihren neuen Standorten in Taufkirchen/Ottobrunn und Oberpfaffenhofen wird diese Führungsrolle in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und die LRG zur größten Fakultät ihrer Art in Europa werden.