MOVE-III

Studierende erforschen Weltraumschrott

MOVE-III ist das erste lehrstuhlübergreifende Ausbildungsprojekt der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie und entstand auf Initiative der Lehrstühle für Raumfahrttechnik und Astronomische und Physikalische Geodäsie. Ziel des Projekts: Motivierte Studierende weiterbilden und gleichzeitig kleinste Weltraumschrott- und Meteoritenpartikel messen, um so Space Debris-Modelle validieren und verbessern zu können.

MOVE-III ist Teil der MISSION ERDE der Fakultät, die Wissen und Technologie zur Erforschung unseres Planeten und Verbesserung unserer Lebensbedingungen einsetzen will. Die MOVE-III-Mission kombiniert ein modulares Satellitensystem mit Debris Density Retrieval and Analysis (DEDRA)-Sensoren als Nutzlast. Das Multimissions-Satellitensystem wird von Studierenden des Munich Orbital Verification Experiment (MOVE) und dem Lehrstuhl für Raumfahrttechnik entwickelt. In die Entwicklung eingebunden sind Promovierende und Studierende verschiedenster Studiengänge – aus der Luft- und Raumfahrt, dem Masterstudiengang ESPACE, der Elektro- und Informationstechnik, dem Maschinenwesen, der Informatik und der Physik. Die Debris Density Retrieval and Analysis-Sensoren, kurz DEDRA, werden vor allem von ESPACE-Studierenden weiterentwickelt.

Auf einem 30x20x10 cm großen Cube-Satelliten sollen die modernen Sensoren kleinste Weltraumschrott- und Meteorit-Partikel mit einer Größe von weniger als einem Millimeter im Erdorbit messen. Mit den Messergebnissen sollen Weltraumschrottmodelle validiert und das allgemeine Verständnis über unsere Erdumgebung verbessert werden.

Im Projekt MOVE-III haben Studierende die Chance, selbst Satelliten zu entwickeln und zu betreiben und so praktische Erfahrungen in der Satellitentechnik zu sammeln und dabei ihre eigenen Ideen umzusetzen. Betreut werden die Studierenden von Doktorandinnen und Doktoranden des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik und des Lehrstuhls für Astronomische und Physikalische Geodäsie. Aber auch Partnerinnen und Partner aus der Industrie helfen bei der Umsetzung. MOVE-III zeigt den Studierenden nicht nur, wie Projekte mit mehr als 50 Beteiligten geplant und durchgeführt werden, sondern auch wie interdisziplinär und fächerübergreifend die Entwicklung eines Satelliten ist.