Das TUM Hyperloop-Programm

Die Reise in eine nachhaltige Zukunft beschleunigen

Ein Hochgeschwindigkeitszug, der sich mit annähernd Schallgeschwindigkeit durch eine Röhre bewegt: Was nach Science-Fiction klingt, wird in Bayern Wirklichkeit. In der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie der Technischen Universität München soll der Hyperloop als Transportsystem der Zukunft erforscht werden. Das TUM Hyperloop-Programm wird sowohl die nötigen Technologien entwickeln und erproben als auch eine künftige technische und wirtschaftliche Machbarkeit systemanalytisch untersuchen.

Das Konzept Hyperloop

2013 stellte Elon Musk in einem Whitepaper ein Konzept für ein bodengebundenes Hochgeschwindigkeits-Transportsystem vor: den sog. Hyperloop. Der Hyperloop besteht aus einer teilevakuierten Röhre, in der sich Kapseln zum Personen- und Gütertransport bewegen. Im Teilvakuum und durch die Nutzung eines kontaktlosen Schwebe- und Antriebsystems soll es möglich sein, Reisezeiten im Schienenverkehr deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig ist der Hyperloop trotz schneller Reisezeit wesentlich umweltverträglicher als das Flugzeug. Die Veröffentlichung des Konzepts entfachte weltweit großes Interesse für neuartige, klimaneutrale Hochgeschwindigkeits-Transportsysteme.

Teilnahme an der SpaceX Hyperloop Pod Competition

Im Sommer 2015 rief Elon Musk die "SpaceX Hyperloop Pod Competition" ins Leben, um die Erforschung seiner Vision weiter zu befördern: Studierendenteams aus aller Welt waren aufgerufen, ihre Konzepte für den "Pod" einzureichen. Die Aufgabe: Entwicklung, Auslegung und Bau eines Kapsel-Prototyps ("Pod"), der in einer vom amerikanischen Raumfahrtunternehmen SpaceX gebauten Vakuumröhre auf die Probe gestellt werden sollte. Kurz nach der Ankündigung des Wettbewerbs gründete sich an der TUM eine studentische Gruppe, die dem Aufruf nachkommen und am Wettbewerb teilnehmen wollte. Über die Jahre hinweg konnte sich die studentische Initiative der TUM gegen die internationale Konkurrenz von Studierendenteams renommierter Universitäten durchsetzen. Zuletzt gewann das Team aus München im Juli 2019 zum vierten Mal in Folge die SpaceX Hyperloop Pod Competition und brach dabei mit 482 km/h seinen eigenen Geschwindigkeitsrekord.

Das TUM Hyperloop-Programm

Angeregt durch die Leidenschaft der studentischen Initiative, ermutigt von der Begeisterung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und gefördert von der Bayerischen Staatsregierung laufen seit dem Jahr 2018 an der Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie Vorbereitungsarbeiten für ein großes, fächerübergreifendes Forschungsprogramm zum Thema Hyperloop. Viele Professuren und Lehrstühle aus den unterschiedlichsten Bereichen der Universität beteiligen sich am neuen TUM Hyperloop-Programm. In dem hoch-interdisziplinären Forschungsgebiet kommen die vielen Kompetenzen der Exzellenzuniversität zusammen. Nach wie vor sind viele motivierte Studierende am Programm beteiligt, koordiniert durch den Verein NEXT Prototypes e.V.



"An der Technischen Universität München wird die Hyperloop-Vision Realität. Hier bringen wir das Fachwissen aus verschiedenen Fachgebieten zusammen wie der Antriebs- und Hochleistungstechnik, dem Leichtbau, dem Verkehrswegebau und der Ingenieurgeodäsie, um eine funktionierende und sichere Technologie für den Superschnellzug zu entwickeln. Dazu kommt der Pioniergeist, die Begeisterung und die unschätzbare Erfahrung des studentischen TUM Hyperloop Teams, das bereits mehrere Prototypen der Transportkapsel gebaut hat und viermal hintereinander als Geschwindigkeitsweltmeister siegreich aus der SpaceX Hyperloop Pod Competition in Los Angeles hervorgegangen ist. Die Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie am Standort Ottobrunn/Taufkirchen ist der ideale Ort, um dieses Wissen gezielt weiterzuentwickeln und die Passion unserer jungen Talente für innovative Technologien der Zukunft zu fördern." Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM